COronagen® – Collagen via Corona

Katja Tschirwitz

Ganz schön Dada:

So erlebe ich  die Zeit während und nach Corona. Und so sind meine Collagen.
Surreal, makaber und oft ziemlich skurril. 
Gegensätze prallen hier ungebremst aufeinander – so wie im wahren Leben.


Empowerment
Starker Farbkontrast und überraschende Strukturähnlichkeit

Zwei Männerarme im weißen Hemd vor rotem Grund. Von der einen Hand auf die andere, beide behutsam, kriecht eine Nacktschnecke

MUDRA II: Behutsamkeit
Ein Mudra ist die
magisch-symbolische Stellung der Finger und Hände im Yoga.


In türkisem Strahlenkranz ein Zwitterwesen aus gerupftem Hähnchen und Windelbaby, in der Mitte ein blaugraues Menschenauge.

Die Geschichte beginnt ...

... am heimischen Bücherregal. Thema: Surrealismus. Der Bildband über René Magritte, erreichbar auch für kurze Ärmchen, wird gründlich bepfotet und bestaunt. Das Kind merkt sich alles und wird größer.

Bleckendes Gebiss in zerbrochenem Glaskelch, funkelnd vor schwarzem Hintergrund

... und geht weiter ...

... mit einer kindlichen Freude an Papier und Fotografiertem, gepaart mit großer Sammelleidenschaft. Tierbilder und Bonbonpapiere, Modefotos  und Rezeptheftchen überstehen die Jugendzeit gut.

Buddhakopf mit Sprengsatzhut und hellblauer Aura, grazile Handhaltung, scheint auf einem "Kahn" über Wasserfläche zu gleiten.

... und mündet ...

... im Jahr 2020 in eine Unzeit. 
Die Welt steht still und gleichzeitig Kopf. Der Weg führt zwangsläufig nach innen, Erdachtes und Erfühltes aber drängt nach draußen.
Höchste Zeit für absurde Kunst!


DIE PFLICHT:

  • Geduld
  • Eine ruhige Hand
  • Eine gute Schere


DIE KÜR:

  • Gespür für suggestive Kombinationen
  • Ein geschultes Auge für Bildkomposition
  • Neugier, Ausdauer und Selbstkrititk
Hand schneidet mit schwarz-roter Schere ein Schwarzweiß-Foto aus. Untergrund: Tisch aus Kiefernholz